Ausgelöst durch die innerkirchliche Debatte um den Sühnetod Christi hat der in die Kritik geratene Erzbischof Zollitsch erneut Stellung bezogen.
Vgl. dazu Tod Jesu hat ‚heilsvermittelnde und sühnende Bedeutung’, in kath.net v. 05.05.09 >>> http://www.kath.net/detail.php?id=22811 <<< mit einem Hinweis auf einen Beitrag, „Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir“, Gottes Versöhnung in Jesu Tod und Auferstehung – Erzbischof Robert Zollitsch zum Zentrum des Osterglaubens, in Konradsblatt Nr. 19 vom 10.05.2009 >>> http://www.konradsblatt.badeniaonline.de/scripts/inhalt/artikel.php?id=2824&konradsblattID=484&status=aktuell&jahr=2009&inhalt=1 <<< (html)
Die Diskussion um den Sühnetod führt zu der Frage, ob der Sohn Gottes zum Suizid bestimmt wurde. Anlass zur kritischen Reflektion besteht insofern, weil zumindest in Form einer These davon ausgegangen werden muss, dass „Christus (…) zu Gunsten der Menschen und stellvertretend für sie (stirbt). Er tut, was sie selbst nicht tun können, weil sie in die Sünde verstrickt sind. Er wird zu einem Opfer menschlicher Bosheit, das gedemütigt und gequält am Kreuz stirbt. Stellvertretend für die Menschen überlässt er sich als Opfer der rettenden und wirksamen Liebe Gottes, die tiefster Grund seiner Lebenshoffnung ist. So öffnet er in unserer gewalterfüllten, sündigen Welt den Zugang zum Leben Gottes“, so Erzbischof Zollitsch (in Konradsblatt Nr. 19 vom 10.05.2009, aaO.).
Und: „Ein Auferstandener ohne Wunden wäre nicht der Herr gewesen, der für uns Menschen lebte und starb und an unserer Statt dem Vater liebevoll und gehorsam sein Leben hingab und so wahr gemacht hat, was die Lesung des Karfreitags sagt: „Durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes 53, 5, vgl. Röm 5, 9)“, (kath.net v. 05.05.09, aaO.)
Darf hieraus der Schluss gezogen werden, dass in der gehorsamen „Hingabe des Lebens“ ein freiwilliger und im Übrigen im Ratschlussplan Gottes vorbestimmter Suizid stattgefunden hat?
Nun – über diese Frage sollte intensiver nachgedacht werden und ich möchte Sie einstweilen mit Ihren Gedanken „alleine“ lassen!
Lutz Barth